Klassische Krankengymnastik

Aktive Bewegungstherapie mit ärztlicher Verordnung, an zehn Standorten in und um Karlsruhe.

Krankengymnastik bei Kurasan

Klassische Krankengymnastik ist die am häufigsten verordnete Form der Physiotherapie. Sie arbeitet mit aktiver Bewegung statt mit passiver Anwendung: Sie bewegen sich unter therapeutischer Anleitung so, dass geschwächte Strukturen wieder belastbar werden und schmerzhafte Bewegungsmuster sich verändern.

Was ist klassische Krankengymnastik?

Auf Ihrer Verordnung steht meist nicht das Wort Krankengymnastik, sondern nur KG. So heißt die Behandlung im Heilmittelkatalog, und so nennen wir sie auf dieser Seite auch. Gemeint ist immer dasselbe: eine Einzelbehandlung, die auf einem physiotherapeutischen Befund aufbaut.

Dieser Befund steht am Anfang. Wir prüfen Beweglichkeit, Kraft, Stabilität und Schmerzverhalten und leiten daraus ab, welche Strukturen die Beschwerden tatsächlich auslösen. Häufig liegt die Ursache nicht dort, wo es weh tut.

Die Behandlung kombiniert geführte und aktive Bewegungen, Dehnung, Kräftigung, Koordinationstraining und Haltungsschulung. Passive Techniken setzen wir ergänzend ein, wenn Gelenke oder Gewebe erst wieder beweglich werden müssen, bevor aktives Training sinnvoll ist.

Zwei Kettlebells im Vordergrund, unscharf im Hintergrund eine Übungseinheit für klassische Krankengymnastik in der Praxis

Das erreichen wir mit der Behandlung ↓

Wobei hilft klassische Krankengymnastik?

KG wird bei sehr unterschiedlichen Beschwerdebildern verordnet. Damit die Krankenkasse weiß, worum es geht, trägt Ihre Ärztin auf dem Rezept eine sogenannte Diagnosegruppe ein. Das ist nur ein Kürzel aus zwei oder drei Buchstaben. Hier steht, was dahintersteckt.

Was betroffen istTypische BeschwerdenDaran arbeiten wirKürzel auf dem Rezept
Rücken und WirbelsäuleBandscheibenvorfall, Blockierungen, Hexenschuss, Fehlhaltung durch langes SitzenWirbelsäule stabilisieren, Beweglichkeit zurückholen, Haltung korrigierenWS
Arme und BeineArthrose in Knie, Hüfte oder Schulter, künstliches Gelenk, steife GelenkeBeweglichkeit aufbauen, Gang sichern, Belastung schrittweise steigernEX
Nach Operation oder VerletzungBänderriss, Sehnenverletzung, Knochenbruch, MuskelfaserrissAufbau im Takt der Wundheilung, Narbe behandeln, Belastung dosierenZN
Atemwege und Lungechronische Bronchitis, COPD, Zustand nach LungenentzündungAtemtechnik üben, Sekret lösen, wieder belastbarer werdenAT
NervensystemSchlaganfall, Multiple Sklerose, ParkinsonBewegungen neu anbahnen, Gleichgewicht und Sicherheit im AlltagZNS
Rücken und Wirbelsäule
Typische Beschwerden
Bandscheibenvorfall, Blockierungen, Hexenschuss, Fehlhaltung durch langes Sitzen
Daran arbeiten wir
Wirbelsäule stabilisieren, Beweglichkeit zurückholen, Haltung korrigieren
Kürzel auf dem Rezept
WS
Arme und Beine
Typische Beschwerden
Arthrose in Knie, Hüfte oder Schulter, künstliches Gelenk, steife Gelenke
Daran arbeiten wir
Beweglichkeit aufbauen, Gang sichern, Belastung schrittweise steigern
Kürzel auf dem Rezept
EX
Nach Operation oder Verletzung
Typische Beschwerden
Bänderriss, Sehnenverletzung, Knochenbruch, Muskelfaserriss
Daran arbeiten wir
Aufbau im Takt der Wundheilung, Narbe behandeln, Belastung dosieren
Kürzel auf dem Rezept
ZN
Atemwege und Lunge
Typische Beschwerden
chronische Bronchitis, COPD, Zustand nach Lungenentzündung
Daran arbeiten wir
Atemtechnik üben, Sekret lösen, wieder belastbarer werden
Kürzel auf dem Rezept
AT
Nervensystem
Typische Beschwerden
Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson
Daran arbeiten wir
Bewegungen neu anbahnen, Gleichgewicht und Sicherheit im Alltag
Kürzel auf dem Rezept
ZNS

Sie müssen diese Kürzel nicht kennen. Bringen Sie die Verordnung einfach mit, wir lesen sie für Sie und erklären, was daraus folgt.

Besonders häufig behandeln wir nach Knie- und Hüftoperationen, bei wiederkehrenden Rückenschmerzen, nach Sportverletzungen und bei Beschwerden aus überwiegend sitzender Tätigkeit. Wenn Sie die Praxis nicht erreichen können, behandeln wir Sie im Rahmen von Hausbesuchen zu Hause.

So läuft Ihre Behandlung ab

Von der Verordnung bis zur letzten Einheit begleiten wir Sie in fünf klaren Schritten. Sie wissen jederzeit, woran wir arbeiten und woran Sie den Fortschritt erkennen.

Was sollte ich zum ersten Termin mitbringen?

Damit die erste Einheit vollständig für Befund und Behandlung genutzt werden kann, halten Sie am besten Folgendes bereit:

  • die ärztliche Verordnung im Original, elektronische Verordnungen bringen Sie bitte ausgedruckt oder als Code mit
  • Ihre Versichertenkarte sowie einen Nachweis über eine Zuzahlungsbefreiung, falls vorhanden
  • bequeme Kleidung, in der Sie sich frei bewegen können, und Sportschuhe mit sauberer Sohle
  • Befunde, die zur Diagnose gehören, etwa Operationsberichte, MRT- oder Röntgenbefunde
  • Hilfsmittel, die Sie im Alltag nutzen, zum Beispiel Orthese, Bandage oder Gehstütze

Planen Sie für den ersten Termin etwas mehr Zeit ein. Wenn Sie kurzfristig verhindert sind, sagen Sie bitte mindestens 24 Stunden vorher ab, sonst müssen wir den Termin privat berechnen.

01

Verordnung prüfen

Klassische Krankengymnastik ist verordnungspflichtig. Auf dem Rezept stehen Diagnosegruppe, Heilmittel und Behandlungsmenge. Lösen Sie die Verordnung innerhalb der aufgedruckten Frist ein, sonst verfällt sie.

02

Termin und Standort

Sie melden sich telefonisch, über das Kontaktformular oder per WhatsApp. Wir prüfen, an welchem unserer Standorte Sie am schnellsten einen Platz bekommen.

03

Anamnese und Befund

Der erste Termin beginnt mit dem Gespräch: Beschwerdeverlauf, Vorerkrankungen, Belastung im Beruf, Ziele. Danach folgt die Untersuchung. Wir halten Ausgangswerte fest, damit der Verlauf später überprüfbar ist.

04

Behandlung und Eigenübungen

Eine Einheit dauert je nach verordneter Position in der Regel 15 bis 25 Minuten. Sie arbeiten aktiv mit. Zwischen den Terminen setzen Sie ein Eigenübungsprogramm um, das wir laufend anpassen.

05

Kontrolle und Anschluss

Gegen Ende der Serie vergleichen wir die Werte mit dem Ausgangsbefund. Daraus ergibt sich, ob eine Folgeverordnung sinnvoll ist, ob ein Wechsel an die Geräte ansteht oder ob Sie eigenständig weitertrainieren.

Zwei Praxisbeispiele aus dem Alltag

So sieht eine Serie klassischer Krankengymnastik in der Praxis aus. Beide Verläufe sind typisch für das, was wir an unseren Standorten täglich behandeln.

Fall 1: Nach der Knieprothese zurück in den Alltag

Ausgangslage:

54 Jahre, sechs Wochen nach dem Einsetzen einer Knieprothese. Das Bein lässt sich nicht vollständig strecken, Treppen gehen nur im Nachstellschritt, das Vertrauen in die Belastung fehlt.

Vorgehen:

Befund zu Streckdefizit, Kraftseitenunterschied und Gangbild. Erst Mobilisation und Narbenbehandlung, dann Kräftigung der Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur, zuletzt Gangschulung und Treppentraining. Dazu ein kurzes Eigenübungsprogramm für jeden Tag.

Ergebnis:

Volle Streckung erreicht, Treppen im Wechselschritt, Gehstütze nicht mehr nötig. Anschluss über Krankengymnastik am Gerät, um die Belastbarkeit weiter aufzubauen.

Therapeutin führt klassische Krankengymnastik am Knie durch und mobilisiert das Bein in der Physiotherapie

Fall 2: Rückenschmerzen, die immer wiederkommen

Ausgangslage:

38 Jahre, überwiegend sitzende Tätigkeit. Seit zwei Jahren kehren Schmerzen im unteren Rücken alle paar Wochen zurück. Massagen helfen kurz, danach beginnt es von vorn.

Vorgehen:

Der Befund zeigt eine deutlich eingeschränkte Hüftbeweglichkeit und eine schwache Rumpfsicherung. Behandelt wird deshalb nicht der schmerzende Punkt, sondern die Ursache: Mobilisation der Hüfte, Aufbau der tiefen Bauch- und Rückenmuskulatur, Korrektur der Sitz- und Hebehaltung.

Ergebnis:

Nach zwei Verordnungen keine neue Schmerzepisode. Der Patient trainiert eigenständig weiter und kennt die Anzeichen, bei denen er früh gegensteuern kann.

Physiotherapeut unterstützt Patienten bei klassischer Krankengymnastik mit Schulter- und Rückenübung in der Praxis

Spezialisierte Formen der Krankengymnastik

Nicht jede Beschwerde lässt sich mit der klassischen Form allein behandeln. Für drei Bereiche haben wir eigene Behandlungspfade aufgebaut, die auf der klassischen Krankengymnastik aufsetzen.

Auf neurologischer Basis

Bei Erkrankungen des Nervensystems wie Schlaganfall, Multipler Sklerose oder Parkinson reicht Kräftigung allein nicht aus. Hier arbeiten wir mit Konzepten wie Bobath, Vojta und PNF und bahnen Bewegungen über das Nervensystem neu an.

Der Fokus liegt auf Alltagsfähigkeiten: sicher aufstehen, gehen, greifen. Die Serien laufen meist über einen längeren Zeitraum, weil sich Bewegungsmuster nur mit Wiederholung verankern.

Physiotherapeut unterstützt Patienten bei klassischer Krankengymnastik mit Übungen auf dem Gymnastikball im Trainingsraum
Moderner Trainingsraum mit Geräten und Laufbahn für klassische Krankengymnastik, Reha-Übungen und funktionelles Training

Krankengymnastik am Gerät

Ist die Akutphase vorbei, zählt der Belastungsaufbau. An medizinischen Trainingsgeräten steigern wir Kraft und Ausdauer dosiert und messbar, mit festgelegten Gewichten, Wiederholungen und Pausen.

Auf dem Rezept steht dafür das Kürzel KGG. Für viele ist das der nächste Schritt nach einer Serie klassischer Krankengymnastik, besonders bei Rückkehr in einen körperlich fordernden Beruf oder in den Sport.

Atemtherapie

Bei chronischen Atemwegserkrankungen, nach einer Lungenentzündung und bei anhaltender Erschöpfung nach einem Infekt trainieren wir Atemtechnik, Sekretlösung und Belastbarkeit.

Dazu gehört auch unsere Post-Covid-Therapie. Der Aufbau erfolgt in kleinen Schritten, damit die Belastung nicht in einen Rückfall führt.

Physiotherapeutin führt klassische Krankengymnastik durch: manuelle Behandlung einer Patientin auf der Therapieliege in der Praxis

Verordnung, Blankoverordnung und Kosten

Drei Fragen kommen bei diesem Thema immer wieder. Hier die kurzen Antworten, darunter die Zahlen im Detail.

Wie viele Einheiten stehen mir zu?

Die Heilmittel-Richtlinie gibt je Diagnosegruppe eine orientierende Behandlungsmenge vor. Reicht sie nicht aus, kann Ihre Ärztin weiter verordnen, ohne dass die Krankenkasse das genehmigen muss.

Was ist eine Blankoverordnung?

Bei der Blankoverordnung nach § 125a SGB V stellt Ihre Ärztin nur die Diagnose. Welches Heilmittel wie oft eingesetzt wird, entscheiden wir anhand des Befunds. Für Sie heißt das: weniger Folgetermine beim Arzt.

Was zahle ich selbst?

Gesetzlich Versicherte ab 18 zahlen 10 Prozent der Behandlungskosten, bei KG sind das derzeit 2,96 Euro je Einheit, plus einmalig 10 Euro Rezeptgebühr. Unter 18 fällt keine Zuzahlung an. Wer die Belastungsgrenze erreicht hat, kann sich befreien lassen.

Rechenbeispiel: eine Verordnung über sechs Einheiten

So setzt sich Ihr Eigenanteil zusammen. Die Rechnung gilt für gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren ohne Zuzahlungsbefreiung.

Preis je Einheit KG, bundesweit einheitlich29,60 €
Ihr Anteil davon: 10 Prozent2,96 €
Bei 6 verordneten Einheiten (6 × 2,96 €)17,76 €
Rezeptgebühr, einmalig je Verordnung10,00 €
Ihre Zuzahlung insgesamt27,76 €

Die restlichen 159,84 Euro trägt Ihre Krankenkasse. Der Preis je Einheit ist bundesweit für alle gesetzlichen Kassen gleich und wird jährlich angepasst, zuletzt zum 1. April 2026. Die 10 Euro fallen pro Rezept an, nicht pro Termin.

Hinweis zur Blankoverordnung: In der Physiotherapie ist sie seit November 2024 möglich, zunächst für definierte Schulterdiagnosen, inzwischen erweitert auf Diagnosen an Knie und Sprunggelenk. Ob Ihr Fall darunterfällt, prüfen wir beim ersten Termin.

Die Zuzahlung im Detail

BestandteilBetragGilt für
Anteil an den Behandlungskosten10 Prozent, bei KG 2,96 € je Einheitgesetzlich Versicherte ab 18 Jahren
Rezeptgebühr10 Euro je Verordnung, einmaliggesetzlich Versicherte ab 18 Jahren
ZuzahlungentfälltKinder und Jugendliche unter 18
ZuzahlungBefreiung möglichwer die Belastungsgrenze erreicht hat, Nachweis über die Krankenkasse
Anteil an den Behandlungskosten
Betrag
10 Prozent, bei KG 2,96 € je Einheit
Gilt für
gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren
Rezeptgebühr
Betrag
10 Euro je Verordnung, einmalig
Gilt für
gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren
Zuzahlung
Betrag
entfällt
Gilt für
Kinder und Jugendliche unter 18
Zuzahlung
Betrag
Befreiung möglich
Gilt für
wer die Belastungsgrenze erreicht hat, Nachweis über die Krankenkasse

Grundlage sind die bundesweit einheitlichen Heilmittelpreise. Die Zuzahlung für eine Einheit KG liegt seit dem 1. April 2026 bei 2,96 Euro, vorher waren es 2,89 Euro.

Privatversicherte und Beihilfeberechtigte rechnen wir direkt nach Gebührenverzeichnis ab. Als Selbstzahlerin oder Selbstzahler können Sie KG auch ohne Verordnung buchen. Sprechen Sie uns auf die aktuellen Sätze an.

Krankengymnastik für Unternehmen

Muskel- und Skeletterkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeitstage. Für Arbeitgeber ist das ein planbarer Kostenfaktor, an dem sich etwas ändern lässt.

Wir arbeiten mit Unternehmen aus der Region in drei Konstellationen zusammen: als fester Partner für die betriebliche Gesundheitsförderung, als Anlaufstelle für Mitarbeitende mit akuten Beschwerden und kurzer Wartezeit, und als therapeutischer Begleiter im betrieblichen Eingliederungsmanagement nach § 167 Abs. 2 SGB IX.

Ein praktischer Hinweis zur Finanzierung: Leistungen zur Gesundheitsförderung sind nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 Euro je Mitarbeitendem und Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei, sofern sie zusätzlich zum Arbeitslohn erbracht werden und den Anforderungen der §§ 20 und 20b SGB V entsprechen. Wir sagen Ihnen im Gespräch, welche unserer Angebote darunterfallen.

Heller Praxisraum für klassische Krankengymnastik mit Gymnastikbällen, Kettlebells und Empfangstresen

Krankengymnastik, Manuelle Therapie oder Training am Gerät?

Auf einer Verordnung steht selten nur ein einziges Heilmittel zur Auswahl. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt davon ab, ob eher die Beweglichkeit eines Gelenks, die Kraft oder ein Bewegungsmuster im Vordergrund steht.

BehandlungSinnvoll beiSo arbeiten wirKürzel
Klassische KrankengymnastikSchmerz, Schwäche, unsicheres Bewegungsmuster, nach Operationenaktive Übung unter Anleitung, Kräftigung, Koordination, HaltungsschulungKG
Manuelle Therapieblockierte oder eingeschränkte Gelenke, Bewegungsschmerz an einem klar begrenzten Punktgezielte Handgriffe an Gelenk und Gewebe, danach aktive Sicherung des ErgebnissesMT
Krankengymnastik am GerätBelastungsaufbau nach der Akutphase, Rückkehr in Beruf oder Sportdosiertes Training an medizinischen Geräten mit messbarer SteigerungKGG
Klassische Krankengymnastik
Sinnvoll bei
Schmerz, Schwäche, unsicheres Bewegungsmuster, nach Operationen
So arbeiten wir
aktive Übung unter Anleitung, Kräftigung, Koordination, Haltungsschulung
Kürzel
KG
Sinnvoll bei
blockierte oder eingeschränkte Gelenke, Bewegungsschmerz an einem klar begrenzten Punkt
So arbeiten wir
gezielte Handgriffe an Gelenk und Gewebe, danach aktive Sicherung des Ergebnisses
Kürzel
MT
Sinnvoll bei
Belastungsaufbau nach der Akutphase, Rückkehr in Beruf oder Sport
So arbeiten wir
dosiertes Training an medizinischen Geräten mit messbarer Steigerung
Kürzel
KGG

In der Praxis greifen diese Formen ineinander. Ein blockiertes Gelenk wird zuerst manuell mobilisiert, damit anschließend überhaupt sinnvoll trainiert werden kann. Umgekehrt hält keine Mobilisation lange, wenn die sichernde Muskulatur zu schwach bleibt. Welche Kombination bei Ihnen passt, ergibt sich aus dem Befund im ersten Termin, nicht aus einer Pauschalregel.

Häufige Fragen zur klassischen Krankengymnastik

Physiotherapie ist der Oberbegriff für alle Behandlungsformen, dazu zählen auch Massage und Lymphdrainage. Klassische Krankengymnastik ist eine konkrete Position im Heilmittelkatalog und beschreibt die aktive Einzelbehandlung auf Basis eines Befunds. Auf Ihrer Verordnung steht deshalb nie „Physiotherapie“, sondern immer ein konkretes Heilmittel wie KG oder MT.

Für die Abrechnung über die Krankenkasse ja. Ohne Verordnung können Sie die Behandlung als Selbstzahlerin oder Selbstzahler in Anspruch nehmen, etwa zur Vorbeugung oder wenn Sie nach Ende einer Serie weitertrainieren möchten.

Eine Einheit klassischer Krankengymnastik dauert je nach verordneter Position in der Regel 15 bis 25 Minuten. Der erste Termin ist länger, weil Anamnese und Befund dazukommen.

Das hängt vom Standort ab. Weil wir an zehn Standorten in und um Karlsruhe arbeiten, können wir in vielen Fällen auf eine Praxis mit früherer Verfügbarkeit ausweichen. Rufen Sie uns an, dann prüfen wir das direkt für Sie.

Üblich sind ein bis zwei Termine pro Woche. Entscheidend ist aber weniger die Frequenz als das, was zwischen den Terminen passiert. Das Eigenübungsprogramm ist der Teil, der den Fortschritt trägt.

Dann kann Ihre Ärztin weiter verordnen. Wir dokumentieren den Verlauf und stellen Ihnen auf Wunsch eine kurze Rückmeldung für die Praxis zusammen, damit die Entscheidung auf belastbaren Informationen beruht.

Ja, wenn die Ärztin den Hausbesuch auf der Verordnung ausdrücklich vermerkt. Das ist typischerweise nach Operationen oder bei stark eingeschränkter Mobilität der Fall. Mehr dazu auf unserer Seite zu Hausbesuchen.

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